Wer ich bin.
Ich bin Melanie Schmid, 42, zertifizierte Demenztrainerin in Wien und Lebens- und Sozialberaterin unter Supervision.
Demenz ist für mich nicht nur ein berufliches Thema. Bereits in jungen Jahren habe ich erlebt, wie sehr die Erkrankung das Leben eines Menschen und seines Umfelds verändern kann.
Heute begleite ich Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen dort, wo im Alltag Fragen, Unsicherheit oder Überforderung entstehen.

Was mir wichtig ist.
Ich arbeite gerne praktisch und
lösungsorientiert. Gleichzeitig habe ich
gelernt, dass nicht für jede Situation sofort eine Lösung gefunden werden muss.
Manchmal geht es zunächst darum, zu
verstehen, was gerade passiert und was
tatsächlich gebraucht wird.
Gerade bei Demenz gibt es keine
Standardlösung. Menschen,
Lebensgeschichten und familiäre Situationen sind unterschiedlich. Deshalb schaue ich
gemeinsam mit meinen Klientinnen und
Klienten darauf, was im jeweiligen Alltag möglich und sinnvoll ist.

Mein "Warum".
Schon in jungen Jahren musste ich viel Verantwortung übernehmen und mich um meine demenzkranke Großmutter kümmern. Mein Vater war mit der Situation oft überfordert, und ich wurde viel zu früh in eine Rolle gedrängt, auf die mich niemand vorbereitet hatte.
Ich wusste damals nicht, was mit meiner Großmutter passiert, wie sich die Erkrankung weiterentwickeln würde und wie ich mit schwierigen Situationen umgehen sollte. Diese Erfahrung hat mich geprägt. Auch wenn mein
beruflicher Weg zunächst in eine ganz andere Richtung führte.
Ich war in einer Führungsposition tätig und wechselte später in die Werbung. Dort habe ich zwölf Jahre gearbeitet, viel Verantwortung übernommen und große Unternehmen und Konzerne betreut.
Ich war erfolgreich in dem, was ich tat, aber irgendwann fehlte mir die Antwort auf eine für mich ziemlich wesentliche Frage:
Warum mache ich das eigentlich?
Noch mehr Umsatz für Unternehmen zu erwirtschaften, war irgendwann nicht mehr das, wofür ich meine Energie einsetzen wollte. Mir wurde immer wichtiger, mit Menschen zu arbeiten und etwas zu tun, bei dem ich unmittelbar erlebe, wofür ich es mache.
Mit 38 habe ich deshalb beruflich noch einmal eine neue Richtung eingeschlagen. Heute, mit 42 verbinde ich meine persönliche Erfahrung mit Demenz, meine langjährige Berufserfahrung und meine fachlichen Ausbildungen.
Vieles von dem, was ich in meinem früheren Berufsleben gelernt habe – Verantwortung zu übernehmen, genau
hinzuhören, unterschiedliche Menschen zu verstehen und auch in schwierigen Situationen Lösungen zu finden, begleitet mich dabei bis heute.
Rückblickend führt für mich vieles wieder zu meiner eigenen Geschichte zurück. Ich weiß, wie es sich anfühlt,
als Angehörige nicht zu wissen, was passiert, was als Nächstes kommt und wie man mit einer schwierigen Situation umgehen soll.
Heute möchte ich Menschen Wissen, Orientierung und Unterstützung geben, die mir damals selbst gefehlt haben.

Und dann ist da noch Johnny.
Johnny ist mein absolut liebenswerter, fünf Jahre junger Greyhound aus Irland. Nach seiner Zeit als Rennhund konnte er die Rennindustrie hinter sich lassen und hat bei mir vor 1,5 Jahren sein Zuhause gefunden.
Wer Greyhounds nicht kennt, ist von ihrer Größe zunächst beeindruckt. Johnny selbst ist allerdings ein ausgesprochen ruhiger, freundlicher und sensibler Hund. Er bellt nicht, springt niemanden an, riecht kaum, reagiert nicht auf andere Hunde und legt sich einfach hin und entspannt.
Er drängt sich nicht auf und sucht auch nicht aktiv nach Aufmerksamkeit. Meistens ist er einfach da - ruhig, unaufgeregt und freundlich.
Auf Wunsch kann Johnny mich zu Terminen begleiten. Natürlich immer nur nach vorheriger Absprache.
Eine entsprechende Ausbildung mit Johnny ist noch geplant. Bis dahin ist seine Anwesenheit kein tiergestütztes oder therapeutisches Angebot, sondern einfach eine zusätzliche Möglichkeit für Menschen, die Hunde mögen und sich mit ihnen wohlfühlen.
